Die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik besuchte die von ihr vermittelte Ausstellung „Voll der Osten“ in der Kreuzschule in Dingden: „Das Unrecht der SED-Diktatur darf nicht in Vergessenheit geraten“

Die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik (links), Schulleiterin Bettina Wienand und Lehrerin Katja Guell (rechts). (Foto: Elmar Venohr/ Wahlkreisbüro Charlotte Quik MdL)

„Das Unrecht der SED-Diktatur darf nicht in Vergessenheit geraten“, betont die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik. Sie besuchte am Freitag, 23. April, die Fotoausstellung „Voll der Osten“ in der Kreuzschule in Hamminkeln-Dingden. Quik hatte die Schulleitung auf diese Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hingewiesen und freute sich sehr, diese Anregung nun realisiert zu sehen.

Nach einer kurzen Ansprache vor den Schülerinnen und Schülern und Hamminkelner Realschülern sowie dem Lehrpersonal ging Charlotte Quik zusammen mit Schulleiterin Bettina Wienand durch die Ausstellung. Die Fotos waren auf zahlreichen Stellwänden angebracht und teilweise mit QR-Codes versehen. In gesonderten Klassenräumen konnten die Jugendlichen Videointerviews im Netz ansehen, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto einer Ausstellungstafel entstanden ist.

„Voll der Osten“ ist eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die mehr als 100 bekannte und unbekannte Bilder des Ost-Berliner Fotografen Harald Hauswald sowie Texte des Historikers Stefan Wolle umfasst. Die Ausstellung zeigt eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum noch erinnern. In den achtziger Jahren war Harald Hauswald durch Ost-Berlin gezogen und hatte fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

„Das Leben in der DDR unter der SED-Diktatur ist schon viele Jahre her. Heute sehen wir die gewonnene Freiheit im vereinten Deutschland nur allzu oft als selbstverständlich an. Deshalb ist es immens wichtig, gerade Schülerinnen und Schülern immer wieder vor Augen zu führen, wie es denn vor der ,Wende’ in der DDR aussah“, erklärt Charlotte Quik.

Schulleiterin Bettina Wienand hatte das Angebot von Charlotte Quik zur Vermittlung der Ausstellung gern angenommen: „Die Ausstellung bietet eine gute Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern den Alltag in der DDR näher zu bringen – was sonst nicht leicht ist.“