CDU-Ratsfraktion: Wirtschaftswegeverband ist ein Vorzeigeprojekt

Die CDU-Ratsfraktion hat in ihrer jüngsten Sitzung am vergangenen Montag über den Wirtschaftswegeverband beraten. Das Ergebnis fasst der Fraktionsvorsitzende Johannes Bauhaus wie folgt zusammen:
Die bevorstehende Gründung des Wirtschaftswegeverbandes sieht die CDU-Hamminkeln äußerst positiv. Nachdem über das Thema bereits rund 8 Jahre debattiert wird und die CDU-Fraktion bei den Haushaltsberatungen 2016 formal die Gründung des Wirtschaftswegeverbandes beantragt hat, gilt es nun, keine Zeit mehr zu verlieren. Anfangs war das nahegelegene Gescher noch das große Vorbild in der Angelegenheit, nun schauen viele andere Gemeinden auf Hamminkeln. Bislang hat es keine andere Gemeinde geschafft einen derartigen Verband gründen zu können und somit hat Hamminkeln nun die Chance Vorbild für viele andere Gemeinden zu werden.
Der Wirtschaftswegeverband stellt eine faire Finanzierung der Sanierung der Wirtschaftswege sicher. Kein anderes Modell kann den Betroffenen mehr Unterstützung bieten. Trotzdem gilt es die Sorgen der betroffenen Landwirte ernst zu nehmen. Befürchtungen einer Doppelbelastung durch eine Erhöhung der Grundsteuer A sind durchaus nachvollziehbar. Hier sei gesagt, dass die CDU-Hamminkeln sich bereits 2019 für eine Senkung der Grundsteuer A eingesetzt hat. Leider ohne Erfolg. Dennoch muss eine Mehrbelastung der Landwirtschaft auch künftig zwingend verhindert werden. Dafür wird sich die CDU weiter einsetzen.
Der Wirtschaftswegeverband stellt aber über die Finanzierung hinaus einen weiteren großen Vorteil dar. Da der Vorstand zum Teil durch Landwirte besetzt wird, sind diese direkt in die Entscheidungen des Verbandes eingebunden und die Interessen der Landwirtschaft werden unmittelbar vertreten. Mehr Mitspracherecht kann die Landwirtschaft mit keinem anderen Modell erhalten. Ein großes Lob gilt es an Bürgermeister Romanski und seinen Beigeordneten Robert Graaf auszusprechen. Die vielen Infoveranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen und die vielen Gespräche, die geführt wurden waren enorm wichtig, um Akzeptanz herbeizuführen aber auch um ein schlüssiges Konzept auf die Beine stellen zu können. Hier haben Verwaltung, Politik und Vertreter der Landwirtschaft Hand in Hand gearbeitet und ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Mit Sabine Weiss und Charlotte Quik: Bei der CDU-Radtour ging’s um Kochen, Klosterleben und Klimaschutz

Ein Glas Honig nahm CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss (2.v.r.) bei ihrem Besuch bei Koch Henning Buchmann (Mitte) mit und ließ sich das Konzept des Gastronomiefachmanns erläutern. Mit auf dem Bild sind darüber hinaus (von links) Norbert Neß, Stefanie Schulten-Borin und Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.

Rund 20 Kilometer rund um Brünen führte die diesjährige Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands. Fast 50 Aktive hatten sich am Morgen vom Brüner Markt aus auf den Weg gemacht. CDU-Vorsitzender Norbert Neß begrüßte die Gruppe, bevor seine Vize Stefanie Schulten-Borin als Tourleiterin die Teilnehmer auf den örtlichen Bauernmarkt aufmerksam machte, der jeden Samstag auf dem frisch renovierten und hergerichteten Platz stattfindet. „Hier bieten einheimische Händler ihre Produkte an und das findet tolle Resonanz“, lobte die Brünerin.

Vom Brüner Dorfkern ging’s dann in Richtung Marienthal. Erste Station machten die CDU-Radfahrer am Hof Buchmann am Hanßemannsweg. Vater Horst ist noch in der klassischen Landwirtschaft tätig. Sohn Henning arbeitet als Koch. Nach vielen Jahren in einem Marienthaler Restaurant hatte er sich zunächst als Mietkoch für externe Gesellschaften selbstständig gemacht. Im ersten Corona-Lockdown rüstete er den elterlichen Verkaufsstand mit landwirtschaftlichen Produkten auf. Neben Eiern und Kartoffeln gibt es dort auch vorgekochte Gerichte und andere Spezialitäten. Seit kurzem bereichert ein Grillautomat das Angebot.

Weiterlesen

CDU stimmt sich auf Wahlkampf ein: Kämpferische Reden zum Auftakt

CDU-Vorsitzender Norbert Neß, Charlotte Quik MdL, Sabine Weiss MdB und Heinz Breuer von der Senioren-Union beim Wahlkampfauftakt in Ringenberg.

Kämpferisch gab sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss beim Wahlkampfauftakt des CDU-Stadtverbands Hamminkeln im Gasthof Buschmann in Ringenberg. Die Mitglieder der CDU waren zu einer Mitgliederversammlung gekommen, um darüber hinaus Delegierte für die Kandidatenaufstellung zur Landtagswahl 2022 zu wählen.

CDU-Vorsitzender Norbert Neß begrüßte Weiss und die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik aus Brünen. Als stärkste Partei in der Stadt Hamminkeln sei die CDU bei der Bundestagswahl in der Pflicht. Mit Blick auf den aktuellen Trend sagte Neß: „Nun müssen wir die nächsten 38 Tage mobilisieren, mobilisieren, mobilisieren.“ Themen statt Klamauk gelte es in den Mittelpunkt zu stellen: „Deutschlands Rolle in Europa und der Welt, den Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Pandemie, Energiesicherheit in der Klimakrise sowie sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze im Hochleistungslohnland.“

Den Ball nahm Charlotte Quik in ihrem Grußwort auf – und verwies auf die Bilanz der Düsseldorfer Landesregierung, die von Ministerpräsident Armin Laschet ausgleichend aber zielorientiert geführt werde. So nahm sie den „MP“ auch gegen manche Kritik in Schutz, die aktuell laut wird. Armin Laschet leiste prima Arbeit, er führe zusammen, höre zu, entscheide und setze dann um.

Sabine Weiss lobte die CDU für ihr Bekenntnis zur politischen Mitte: „Wir sind die einzigen, die einer Koalition mit AfD und Linkspartei eine klare Absage erteilt haben. So kann jede Stimme, die nicht für die CDU abgegeben wird, auch eine Stimme für die Extremen sein.“ Rot-Rot-Grün sei nach derzeitigen Prognosen rechnerisch möglich. Es gelte alle Kräfte zu mobilisieren, um eine solche Regierung zu verhindern. „Seit 72 Jahren gibt es die Bundesrepublik Deutschland. 52 Jahre stellte die CDU den Kanzler“, blickte Weiss zurück. „Und schauen Sie sich in unserem Land um, es geht uns doch wirklich gut.“ In keinem anderen Land der Welt seien so viele Corona-Hilfen ausgezahlt worden, könnten die Opfer der Unwetterkatastrophe nun mit 30 Milliarden Euro unterstützt werden. „All‘ das ist nur möglich, weil die CDU für eine solide Finanzpolitik gesorgt hat.“ Die CDU habe dieses Land groß und stark gemacht, das gelte es zu bewahren. Mit starkem Beifall belohnten die anwesenden CDU-Mitglieder ihre Abgeordnete und Kandidatin für die deutlichen Worte.

Vorzeigebetrieb mit reichlich Zukunftsambitionen: CDU Hamminkeln und die Abgeordneten Sabine Weiss und Charlotte Quik zu Besuch bei Elektro Eimers

Die CDU und ihre Delegation mit den Gastgebern bei Elektro Eimers in Brünen: (von links) Norbert Neß, Charlotte Quik MdL, Matthias Holtkamp, Sabine Weiss MdB, Susanne Alfs, Johannes Bauhaus, Jochen Wedding und Stefanie Schulten-Borin.

Das waren zwei hochinteressante und kurzweilige Stunden: Die CDU Hamminkeln besuchte im Rahmen des Bundestagswahlkampfes mit ihrer Kandidatin, der langjährigen Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss, den heimischen Mittelständler Elektro Eimers in der Brüner Unterbauerschaft. Auch die Brüner Landtagsabgeordnete Charlotte Quik begleitete diesen Termin in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

Ein informatives Programm erwartete die Gruppe: Firmenchef Axel Eimers, Werkstattleiter Jochen Wedding und die Kaufmännische Leiterin Susanne Alfs sorgten mit einer umfassenden Präsentation der Firma und einem anschließenden Rundgang über das Betriebsgelände für großes Interesse unter den Gästen. Mit dabei waren der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Norbert Neß und seine Vize Stefanie Schulten-Borin, der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Bauhaus und Ratsmitglied Matthias Holtkamp. „Elektro Eimers ist ein echter Vorzeigebetrieb, der wächst und gedeiht. Ein dickes Lob dafür an Firmenchef Axel Eimers“, zeigte sich Norbert Neß beeindruckt.

Die Firma Elektrotechnik Eimers wurde im Jahr 1968 gegründet und beschäftigt zur Zeit über 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 20 Auszubildende. Zahlreiche Beschäftigte halten der Firma seit Jahrzehnten die Treue. Als mittelständischer Spezialbetrieb für elektrotechnische Anlagen plant, fertigt, liefert und montiert Elektro Eimers seit über 52 Jahren Schalt- und Steueranlagen. In modernen Produktionsstätten auf dem Firmengelände erstellen qualifizierte Meister, Vor- und Facharbeiter mit hochwertigen Maschinen und Werkzeugen die von Technikern und Ingenieuren konstruierten elektrotechnischen Anlagen. Kunden der Firma sind neben Industrie und Gewerbe auch Schulen, Krankenhäuser und die öffentliche Verwaltung.

Charlotte Quik und Sabine Weiss (von links) informieren sich bei Firmenchef Axel Eimers über Produktpalette und aktuelle Lage des Unternehmens.

„Die Firma Elektro Eimers ermöglicht mit modernster Technik nicht nur Energiewende und Klimaneutralität und sorgt mit Generatoren und Trafos für Erzeugung und Verteilung, sondern hilft ganz aktuell beispielsweise auch in den Hochwassergebieten in Hagen, Bad Münstereifel, Erfstadt und Ahrweiler und kümmert sich dort um den so wichtigen Aufbau der Stromversorgung“, unterstrich Landtagsabgeordnete Charlotte Quik die herausragende Stellung des Familienbetriebs.

Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss zeigte sich unter anderem beeindruckt vom großen Engagement für den Nachwuchs: „Elektro Eimers  hat in über 50 Jahren über 160 Azubis ausgebildet. Das ist eine große Leistung und keinesfalls selbstverständlich! Wir können stolz sein, solch einen Betrieb hier im Kreis Wesel zu haben, der Arbeitsplätze schafft, auch nach all den Jahren weiterhin am Puls der Zeit ist und reichlich Zukunftsambitionen hat.“

Landtagsabgeordnete Charlotte Quik gastiert auf ihrer Sommertour bei den Pfadfindern in Hamminkeln – „Werwolf“ statt Videokonferenz

„Werwolf statt Videokonferenz“ – so lautete ein zentrales Fazit des Besuches von Charlotte Quik bei der DPSG St. Maria Himmelfahrt – den Hamminkelner Pfadfindern. Für die Landtagsabgeordnete aus Brünen war es im Rahmen ihrer Sommertour ein „Besuch in der Nachbarschaft“. Und das mit einem zunächst „fatalen“ Ende. Charlotte Quik fiel als „Dorfbewohnerin“ den „Werwölfen“ zum Opfer. Zur Erklärung: Werwolf ist ein spannendes Rollenspiel, das Charlotte Quik mit den vielen Kindern und Jugendlichen gemeinsam spielte. Und zügig musste die Landtagsabgeordnete sich den Jugendlichen geschlagen geben. „Der Besuch hat mir ganz klar gezeigt, dass es für Kinder und Jugendliche wieder enorm wichtig ist, sich persönlich zu treffen und gemeinsam etwas zu erleben – Werwolf statt Videokonferenz – so könnte man es treffend bezeichnen“, betont die Landtagsabgeordnete.

20 Pfadfinderinnen und Pfadfinder – von Wölflingen über die Jungpfadfinder, die Pfadfinder bis zu den Rovern – unter der Leitung von Eva Bückmann und Lukas Mautz, empfingen die Landtagsabgeordnete auf dem Platz hinter der Kirche im Herzen Hamminkelns und verlebten mit ihrem Gast eine kurzweilige Gruppenstunde. Neben dem Spiel „Werwolf“ und reichlich Bewegung gab es natürlich viele Gespräche: „Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben mir berichtet, dass es ihnen sehr wichtig sei, bei solchen Gelegenheiten vom Handy wegzukommen und gemeinsam etwas zu unternehmen – jetzt in den ersten Gruppenstunden nach Corona und hoffentlich bald wieder im Jugendlager. Corona sei für sie alle belastend gewesen, aber es habe nie das Gefühl der Ausweglosigkeit vorgeherrscht“, berichtet Charlotte Quik. „Die Pfadfinder sind eine sehr gelungene Form von Kinder- und Jugendarbeit und sie haben auch in der Coronazeit dazu beigetragen, die Krise mit kontaktarmen Angeboten zu überstehen. Herzlichen Dank an alle Pfadfinderinnen, Pfadfinder, Eva Bückmann und Lukas Mautz – nicht nur dafür, dass ich an der Gruppenstunde teilnehmen durfte sondern auch für ihr großes ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit. Als stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend werde ich mich in Düsseldorf auch weiterhin für die Förderung der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit intensiv einsetzen.“

Am 28. Juni: CDU-Fraktion bietet Bürgersprechstunde zum Abfallsystem

Eine positive Bilanz ihrer bisherigen Informations- und Mitmachoffensive zur Zukunft der Abfallentsorgung ziehen CDU-Parteivorsitzender Norbert Neß und CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Bauhaus. „Viele Interessierte haben an den bisherigen Online-Veranstaltungen teilgenommen und insbesondere über 300 Freitext-Kommentare unserer Online-Befragung sind ein deutliches Indiz, dass das Thema Abfallsystem viele Menschen bewegt und sehr viele die Abschaffung des Wiegesystems befürworten.“ Schade sei, dass es im Bauausschuss mit 9 zu 8 Stimmen keine Mehrheit für die Abschaffung des Wiegesystems sowie die Einführung von Gelber Tonne und Biotonne gegeben habe. „In den Gesprächen mit ausgewiesenen Fachleuten haben wir für die Positionierung der CDU über den Dialog mit der Bürgerschaft hinaus sehr viele wertvolle Argumente und Fakten erhalten. Unsere Entscheidung beruht nicht auf Ideologie oder Glaubensfragen, sondern vor allem dem Rat von Experten.“ Über die Zukunft der Abfallentsorgung wird der Stadtrat am kommenden Donnerstag, 1. Juli, entscheiden. Vorher bietet die CDU-Ratsfraktion am Montag, 28. Juni 2021, 18 Uhr, eine weitere Bürgersprechstunde an. „Wir sind sehr am Feedback und an Erwartungen der Bürgerschaft interessiert und laden zur Teilnahme ein“, erklärt die CDU-Spitze. Interessen können sich unter 02852/508734 oder info@cdu-hamminkeln.de anmelden.

CDU-Ratsfraktion legt Position zum Abfallsystem fest: Nein zum Wiegesystem, Ja zur Gelben Tonne und zur freiwilligen Biotonne

Vor der Sitzung des Bauausschusses am 23. Juni hat die CDU-Ratsfraktion in ihrer Sitzung am gestrigen Montag ihre Position für die anstehenden Beratungen zur Zukunft des  Abfallsystem festgelegt. In einem Schreiben an den Bürgermeister stellen sie folgenden Antrag:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Romanski,

hiermit stellt die CDU-Fraktion den Antrag den Beschlussvorschlag zum Tagesordnungspunkt 4 der Bauausschusssitzung am 23.06.2021 (Vorlage 2021/0095) wie folgt zu ändern. Weiterlesen

Über 1.900 Teilnehmer bei CDU-Bürgerbefragung zum Abfallsystem: Rund drei Viertel wünschen Abschaffung des Wiegesystems und Einführung der Gelben Tonne

Die Ergebnisse der CDU-Bürgerbefragung zum Abfallsystem in der Stadt Hamminkeln zeigen einen eindeutigen Trend: Rund drei Viertel der Teilnehmer sprechen sich für die Abschaffung des Wiegesystems sowie für die Einführung der Gelben Tonne bzw. einer Wertstofftonne aus. Die CDU hatte in der vergangenen Woche vom 14. bis 20. Juni zur Online-Befragung aufgerufen. Zudem konnten Bürger am vergangenen Samstag mit dem Auto zum Drive-In-Stand in Hamminkeln kommen, um dort den Fragebogen auszufüllen. 59 haben davon Gebrauch gemacht. Insgesamt haben sich 1.954 Bürger an der Umfrage beteiligt. „Die Ergebnisse der Umfrage sind ein wichtiger Baustein für die Entscheidungsfindung der CDU vor den entscheidenden Sitzungen von Bauausschuss und Stadtrat“, erklären CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Bauhaus und CDU-Parteivorsitzender Norbert Neß.

Die Ergebnisse in Einzelnen: Für die Einführung von Wertstofftonne und Gelber Tonne sind insgesamt 71 Prozent der Befragten, 29 Prozent wollen am bisherigen System der Ausgabe Gelber Säcke festhalten. Gefragt wurde auch nach der Windelentsorgung. Für 67 Prozent ist diese Frage nicht relevant, da sie keinen Windelmüll entsorgen müssen. Von denen, die Windeln entsorgen müssen, sprechen sich 57 Prozent für die Entsorgung der Windeln im Restmüll bei einem Volumensystem aus. Nur 14 Prozent präferieren eine Abholung in Windelsäcken, wie die Stadtverwaltung es vorschlägt. 29 Prozent bevorzugen – wie bisher – die Abgabe an einer zentralen Sammelstelle.

Gefragt wurde auch nach der Altglasentsorgung: Die bisherigen Container erfüllen für 75 Prozent ihren Zweck. Die übrigen sprechen sich für die Abholung am Grundstück im Altglaskorb wie in Rees aus.

Beim Biomüll waren Mehrfachnennungen möglich, weshalb die absoluten Zahlen mitgeteilt werden: Hier wünschen sich 987 der Befragten eine Biotonne, in der auch Essensreste entsorgt werden können, was den Restmüll minimiert. 345 sprechen sich für die Entsorgung der Bioabfälle im Restmüll aus. 653 sprechen sich für die Kompostierung im Garten aus. 576 wollen – wie bisher – die Abgabe an einer Sammelstelle. Auch beim Grünschnitt waren Mehrfachnennungen erlaubt: 124 Befragte haben keinen. 722 sind für die Entsorgung kleiner Mengen in der Biotonne. 473 für die Kompostierung im Garten. 1.318 sprechen sich für die Beibehaltung der bisher praktizierten Abgabe an einer zentralen Sammelstelle aus.

Bei der Frage nach der Restmüllentsorgung in der Schwarzen Tonne ist das Ergebnis klar: 74 Prozent der Befragten sind für ein Volumensystem mit variabler Tonnengröße, bei dem gegebenenfalls auch die Anzahl der Leerungen berechnet werden kann. Nur 26 Prozent sprechen sich für die Beibehaltung des Wiegesystems aus.

Für den Hamminkelner CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Roland Albers, der hauptberuflich als IT-Experte tätig ist und die Umfrage erstellt hatte, machen die Zahlen deutlich: „Der Trend ist völlig klar. Unsere Umfrage war sicherlich nicht wissenschaftlich-repräsentativ, aber den Anspruch haben wir auch nicht erhoben. Uns ging es um ein Stimmungsbild, um eine Einbeziehung der Bürger und um das persönliche Gespräch beim Drive-In. Aufgrund unserer Gespräche mit Experten, konnten wir uns ergebnisoffen und frei von Ideologien mit den Bürgern unterhalten. Wer das als Pseudo-Bürgerbeteiligung abtut wie Herr Becker von den Grünen, missachtet den Bürgerwillen. Dass eine solche Abwertung ausgerechnet von einer Partei kommt, die aus der Bürgerbewegung hervorging, ist überdies bemerkenswert.“ Als besonderes Indiz dafür, dass das Thema viele Menschen bewegt, sieht Albers über 300 Freitext-Kommentare, die abgegeben wurden. Hier haben Bürger sehr gezielt, pointiert und anhand vieler Beispiele vor allem ihren Unmut mit dem Wiegesystem kundgetan.

Die CDU legt in ihrer Fraktionssitzung am heutigen Montagabend ihre Position für die anstehenden Entscheidungen zum Abfallsystem fest. Bauhaus und Neß erklären dazu: „Die Ergebnisse der Online-Bürgerbefragung sprechen ein eindeutiges Bild. Wir appellieren an die anderen Fraktionen, den Bürgerwillen bei ihrer Positionierung ernst zu nehmen und einzubeziehen. Die CDU wird das tun!“

Hier das Ergebnis in der Übersicht als PDF

Bürgerumfrage als Drive-In / Breite Resonanz auf CDU-Abstimmung

Zur Halbzeit der Bürger-Onlineumfrage zum zukünftigen Müllsystem ziehen CDU-Stadtverband und -Ratsfraktion eine positive Zwischenbilanz: „Es haben sich bereits über 1.000 Bürger beteiligt“, berichtet der Hamminkelner CDU-Ortsverbandsvorsitzende Roland Albers, der die technische Umsetzung in der Hand hat. „Besonders in den Freitexten finden sich sehr viele zustimmende Kommentare, dass wir die Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen“, erläutert der IT-Experte. „Darüber hinaus schreiben uns die meisten Teilnehmer, dass sie ein einfaches und klar organisiertes Abfallentsorgungssystem wünschen und sich deutlich für die Abschaffung der Müllwaage aussprechen.“ Die Ergebnisse der Online-Bürgerumfrage wird die CDU nach Abschluss der Aktion bekannt geben. Über die Homepage der CDU (www.cdu-hamminkeln.de) können sich Interessierte online beteiligen.

Am kommenden Samstag, 19. Juni 2021, wird die Bürgerumfrage aus dem Internet auch ins reale Leben verlagert. In der Zeit von 8 bis 14 Uhr organisiert die CDU unter Regie des Mehrhooger Ortsverbandsvorsitzenden Gerret Wedler einen Drive-In auf dem Gelände der Spedition Kamps in Hamminkeln (Ringenberger Straße 25). „Auch wegen der herrschenden Pandemiesituation können wir keine klassischen Infostände machen, da es weiterhin gilt, Kontakte zu vermeiden“, erläutert Wedler. Deshalb werde die CDU die Befragung am Autofenster durchführen – unter Wahrung aller Abstands- und Kontaktbeschränkungsregeln. „Alle, die samstagmorgens ihre Besorgungen erledigen, können auf einen „schnellen Fragebogen“ bei uns vorbeikommen“, lädt der Mehrhooger CDU-Politiker zur Teilnahme ein.

Mit Interesse hat die CDU die von der Stadtverwaltung bereits ins Ratsinformationssystem geladene Vorlage für die Bauausschuss-Sitzung am 23. Juni zur Kenntnis genommen. „In vielen Anmerkungen erkennen wir bereits Reaktionen auf unsere Informations-Offensive“, stellen Fraktionsvorsitzender Johannes Bauhaus und Parteivorsitzender Norbert Neß fest. Die angedachten Behelfsideen für Windelentsorgung oder Biomüll seien jedoch keine wirksamen Zukunftslösungen, sondern stellten allenfalls „Krücken“ (so der Kommentar im BBV dazu) dar. „Die Windelentsorgung trifft leider nicht nur Familien mit Babys. Gerade beim Thema Windelmüll hielten wir es für sehr stigmatisierend, wenn Menschen, die an Inkontinenz leiden, die ganze Nachbarschaft auf das Thema aufmerksam machen, wenn sie ihren Windelmüll zur Sonderabfuhr an die Straße stellen. Dieses Konzept erscheint nicht zu Ende gedacht und mit einer Volumenlösung beim Hausmüll, wie sie von der überwiegenden Mehrheit der Kommunen praktiziert wird, wäre der Umgang damit wesentlich sensibler.“

Ihre Position zur Vorlage und zum künftigen Abfallsystem wird die CDU-Ratsfraktion in der nächsten Frakionssitzung am Montag (21. Juni) festlegen. „Wir sprechen deshalb vorher mit Experten und der Bürgerschaft, um die beste Lösung zu erzielen“, erläutern Bauhaus und Neß: Mit Verwundung reagieren sie auf Kritik anderer Parteien daran: „Was kann falsch daran sein, sein Fachwissen zu vergrößern? Dass diejenigen, die sich öffentlich negativ über uns äußern, gar nicht bei unseren Veranstaltungen dabei waren, sagt schon viel aus. Wir wollen jedenfalls nicht mit Scheuklappen oder nach der Devise „Augen-zu-und-durch“ eine wichtige Zukunftsfrage entscheiden.“ Beide verweisen darauf, dass die CDU sich bereits seit Anfang 2020 mit dem Thema befasst. „Der Sache ist auf jeden Fall auch dienlich, dass Experten wie Ulrich Streich, der viele Jahre die ASG Wesel geleitet hat, ihr Knowhow einbringen.“

Das nächste Expertengespräch ist am morgigen Donnerstag, 17. Juni 2021, 18 Uhr, mit Thomas Patermann, Landesvorsitzender der Fachgruppe Abfallwirtschaft im Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Interessen können sich unter (02852) 508734 oder info@cdu-hamminkeln.de zur Teilnahme an dem digitalen Meeting anmelden.