CDU-Ratsfraktion lehnt Klage wegen Elektrifizierung des „Bocholter“ ab

Die CDU-Ratsfraktion wird dem Vorschlag der Stadtverwaltung, wegen der Elektrifizierung des „Bocholter“ und der Beschrankung von drei Bahnübergängen zu klagen, nicht zustimmen. Das hat das Gremium in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Dieter Wigger kommentierte den Beschlussvorschlag als „inhaltlich falsch und tendenziös“. Die CDU setze sich für die Elektrifizierung der Bahnstrecke ein, damit Bahnreisende künftig umsteigefrei schneller ins Ruhrgebiet oder nach Düsseldorf gelangen können. „Die Elektrifizierung und der Ausbau müssen kommen und wir brauchen hier keine Blockadepolitik. Wir wollen den schnellen Bocholter schnell!“ Der Ausbau stelle einen wichtigen Mehrwert dar, den es umzusetzen gelte. Die CDU-Fraktion will sich darüber hinaus auch noch einmal mit der Sinnhaftigkeit der drei in Frage stehenden Bahnübergänge auseinandersetzen.

Der CDU-Stadtverband wird am​ kommenden​ Freitag mit einer​ Infokampagne die Bahnreisenden in Dingden und Hamminkeln über ihre Position informieren. „Wir wollen nicht, dass diesem Vorhaben jetzt aus egozentrischen Motiven oder aus einem falsch verstandenen Kirchturmsdenken heraus Steine in den Weg gelegt werden“, heisst es in der Informationsschrift der CDU. Darüber hinaus werden die Vorteile der Elektrifizierung ausgeführt: schnellerer und direkter Anschluss nach Düsseldorf und ans Ruhrgebiet sowie die ICE-Bahnhöfe, erhöhte Kapazitäten und die geplante Modernisierung der Bahnhöfe Dingden und Hamminkeln.