Mit der Marke „Hamminkeln“ für bestes Marketing sorgen / CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Lips organisierte Workshop zum Stadtmarketing

Gespräch über die Marketingsgesellschaft: (von links) Wilhelm Kloppert, Andreas und Thorsten Lips

Mit Werbegemeinschaften und Vereinen aus allen Bereichen, wie Kultur, Heimat und Sport hat CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Lips in einem internen Workshop über das Thema Stadtmarketing diskutiert. Der Workshop fand am vergangenen Dienstagabend im Bürgerhaus Hamminkeln statt.

Als Moderator fungierte Wilhelm Kloppert, der die 25 Gäste begrüßte. Er erinnerte an die vielen im Rat abgelehnten Anträge zum Thema Stadtmarketing-Gesellschaft der CDU in den  vergangenen Jahren. „Dass jetzt die beiden anderen Kandidaten auch dafür sind, ist erfreulich. Beide hätten nur die Hand heben müssen, als es um den CDU-Antrag ging, da wären wir schon weiter“, stellte Kloppert fest.

CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Lips erläuterte kurz die Gründe, warum er sich in seinem Wirtschaftsprogramm  für eine Stadtmarketing-Gesellschaft ausspricht. „Diese Corona-Krise wird zu scharfen Einschnitten in der Realwirtschaft führen. Deshalb wird auf allen Ebenen der Politik daran gearbeitet, Selbstständige, Einzelhändler, Gewerbetreibende und Landwirte zu unterstützen. Da müssen wir auf lokaler Ebene ebenfalls entsprechende Strukturen schaffen“, sagte Lips.

Für interessanten Input sorgte Thorsten Lips, Bruder von Andreas Lips, der Partner und Gesellschafter in einer mittelständischen Beratungsgesellschaft mit Hauptsitz in Stuttgart ist. Aus der Praxis konnte am Beispiel des Kanton Wallis deutlich machen, wie gutes Stadtmarketing einen Mehrwert im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität schafft. Wichtig für den Erfolg sei die konsequente Einbindung aller Akteure vor Ort, um eine große Akzeptanz und identitätsstiftende Wirkung zu erreichen.

„Wallis Promotion“ sei auf vier Eckpfeilern aufgesetzt worden: Image, Produkte, Organisation und Finanzen. Vor allem die „Marke“ der Region oder der Kommune müsse klar positioniert werden. Ihre Bekanntheit müsse stetig gesteigert sowie die Markenbindung gestärkt werden. Dazu zählte auch ein eigenes Logo, das mit einem ausgefeilten Kommunikationskonzept rund um die Walliser Produkte vermarktet wurde. Konkrete Aktionen waren beispielsweise der Verkauf heimischer Produkte bei „Walliser Wochen“ in den benachbarten Regionen. Schlüssel war die Einbeziehung vieler Akteure aus unterschiedlichsten Branchen, Verbänden und Gruppen. Im Ergebnis wurde der Bekanntheitsgrad des Kantons verdoppelt und es wurden über 12 Millionen Menschen in den sozialen Netzwerken kontaktiert.

Andreas Lips ist die Einbindung der örtlichen Aktiven auf dem Weg zur Gründung einer Stadtmarketing-Gesellschaft besonders wichtig. „Wir wollen keine Organisation von oben aufstülpen, sondern mit der Wirtschaft und den Vereinen Ziele definieren und dann den Weg dorthin festlegen“.

Nach dem Vortrag gab es eine lebhafte Diskussion. Alle Beteiligten waren sich einig, dass endlich etwas in dieser Richtung geschehen müsse. Aus der Diskussion heraus wurde angeregt, in den einzelnen Ortsteilen mit allen Gewerbetreibenden und Vereinen Treffen zu organisieren, um Bedürfnisse festzustellen und Anregungen zu sammeln. Andreas Lips fasste erste Diskussionsergebnisse zusammen: „Eigene Marken können wir nicht herausgeben, aber es braucht einen Koordinator, der die Tätigkeiten der einzelnen Werbegemeinschaften und auch Vereine koordiniert, damit Planungen sich nicht überschneiden. Daneben bedarf es eines gemeinsamen digitalen Auftritts, indem die einzelnen Aktivitäten gebündelt präsentiert werden.“