Die CDU zum Ergebnis der Kommunalwahl

Zum Ergebnis der Bürgermeister- und Ratswahl erklären Parteivorsitzender Norbert Neß und Fraktionsvorsitzender Dr. Dieter Wigger:

Kommunalwahlen sind Persönlichkeitswahlen. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen in Hamminkeln zeigt genauso wie in den Nachbarstädten Wesel, Schermbeck oder Hünxe: Amtsinhaber schneiden stärker ab als ihre Herausforderer. Und es gilt auch: Das Parteibuch allein zählt nicht. Das Ergebnis von Andreas Lips, den nicht wenige als „unbekannt“ geschmäht haben, ist sehr achtbar, denn er liegt sogar vor dem grünen Urgestein Johannes Flaswinkel. Wir gratulieren dem alten und neuen Bürgermeister Bernd Romanski zu seinem Erfolg.

Für die CDU gilt: Das Ergebnis ist insgesamt nicht erfreulich. Parteivorstand und neue Fraktion werden die Ergebnisse in den einzelnen Bezirken in Ruhe analysieren und Schlüsse daraus ziehen.

Schon heute Abend steht fest: Das Ergebnis der Ratswahl ist bunt – genauso wie der neue Rat. Einen Romanski-Effekt hat es vor allem für die SPD nicht gegeben. Die CDU ist mit Grünen und FWI zwischen die Mühlsteine zwei, teilweise neuer „bürgerlicher“ Kräfte gekommen und hat zum Teil traurige Verluste hinnehmen müssen. Mit der FWI ist ein neuer Player auf der Ratsbühne. Die Mehrheitsbildung im neuen Rat ist deutlich komplizierter geworden.

Die CDU ist sich ihrer Rolle und Verantwortung als größte Fraktion dabei bewusst. Eine Opposition darf auch in der neuen Ratsperiode nicht nur sagen, wo sie dagegen ist. Sie muss auch Alternativen und eigene Konzepte entwickeln. Wir haben im Wahlkampf die Gründung einer Marketinggesellschaft ebenso angekündigt wie neue Konzepte beim Müllwiegesystem. Dafür werden wir weiter arbeiten.

Bürgermeisterkandidat Andreas Lips erklärt zum Wahlergebnis:

Der Wahlkampf war für mich persönlich eine neue Erfahrung. Klar ist: Ich hätte mir mehr erhofft und wäre gern in die Stichwahl gekommen. Gerade aufgrund der Corona-Situation war es sehr schwierig, Wählerinnen und Wähler direkt anzusprechen und kennenzulernen.  Die Möglichkeiten, die wir hatten, zum Beispiel virtuell und bei wenigen ausgewählten Terminen, haben wir versucht zu nutzen. Aber das hat nicht ausgereicht.