Mit Sabine Weiss und Charlotte Quik: Bei der CDU-Radtour ging’s um Kochen, Klosterleben und Klimaschutz

Ein Glas Honig nahm CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss (2.v.r.) bei ihrem Besuch bei Koch Henning Buchmann (Mitte) mit und ließ sich das Konzept des Gastronomiefachmanns erläutern. Mit auf dem Bild sind darüber hinaus (von links) Norbert Neß, Stefanie Schulten-Borin und Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.

Rund 20 Kilometer rund um Brünen führte die diesjährige Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands. Fast 50 Aktive hatten sich am Morgen vom Brüner Markt aus auf den Weg gemacht. CDU-Vorsitzender Norbert Neß begrüßte die Gruppe, bevor seine Vize Stefanie Schulten-Borin als Tourleiterin die Teilnehmer auf den örtlichen Bauernmarkt aufmerksam machte, der jeden Samstag auf dem frisch renovierten und hergerichteten Platz stattfindet. „Hier bieten einheimische Händler ihre Produkte an und das findet tolle Resonanz“, lobte die Brünerin.

Vom Brüner Dorfkern ging’s dann in Richtung Marienthal. Erste Station machten die CDU-Radfahrer am Hof Buchmann am Hanßemannsweg. Vater Horst ist noch in der klassischen Landwirtschaft tätig. Sohn Henning arbeitet als Koch. Nach vielen Jahren in einem Marienthaler Restaurant hatte er sich zunächst als Mietkoch für externe Gesellschaften selbstständig gemacht. Im ersten Corona-Lockdown rüstete er den elterlichen Verkaufsstand mit landwirtschaftlichen Produkten auf. Neben Eiern und Kartoffeln gibt es dort auch vorgekochte Gerichte und andere Spezialitäten. Seit kurzem bereichert ein Grillautomat das Angebot.

Henning Buchmann bietet darüber hinaus auch fertige Menüs für Zuhause an, die von ihm im früheren, zur Profiküche umgebauten Wirtschaftsraum vorbereitet werden und in der heimischen Küche nach seiner Bedienungsanleitung nur noch servierfertig gemacht werden brauchen. „Ich habe das mit meinem Cousins zunächst ausprobiert“, scherzte der Küchenchef. „Denn die können nicht kochen – und es hat immer gut geklappt.“ Seine Gerichte bezeichnet er selbst als „ehrliche Küche ohne Schnickschnack“, wovon sich in der CDU-Gruppe auch Landtagsabgeordnete Charlotte Quik mit Familie sowie CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss mit ihrem Wahlkampfteam überzeugen konnte. Für den morgendlichen Politik-Besuch hatte Buchmann leckeren Apfel- und Pflaumenkuchen zubereitet.
Weiter ging’s über Felder und „sieben Brücken entlang der Issel“, wie Stefanie Schulten-Borin anmerkte, zum Marienthaler Kloster. Daniel Hartmann, der im Brüner CDU-Ortsverband aktiv ist, erläuterte den historischen Wanderweg und den Hochwasserschutz an der Issel. Bruder Manfred Grossardt vom Marienthaler Konvent der Karmeliter führte die Teilnehmer anschließend durch die Kirche und den angrenzenden Kreuzgang. Das Kloster sowie der angrenzende Friedhof wurden seinerzeit von Pastor Augustinus Winkelmann in ein künstlerisches Kleinod verwandelt. Anlass war ein Trauriger: Die von den Nazis verfolgten, sogenannten „entarteten Künstler“ fanden Unterschlupf beim mutigen Pastor – und revanchierten sich mit der Anfertigung von Kunstwerken vor Ort. Besonders beeindruckt zeigte sich die CDU-Gruppe von den strahlenden Fenstern der Pfarrkirche und der geistlichen Symbolik, die dort filigran verarbeitet worden ist.
Letzte Station in Brünen war der Besuch im Heizungs- und Klimatechnikbetrieb Wilhelm Schulten: Inhaber Jürgen Schulten begrüßte die CDU-Gruppe zusammen mit seiner Familie. Der Kampf gegen den Klimawandel ist hier Programm: Wenn in wenigen Jahren keine neuen Ölheizungen mehr erlaubt sind, müssen andere Formate her, zum Beispiel Brennstoffzellenheizungen, die bereits heute vielfach eingebaut werden. Nach einer Führung durch den modernen Betrieb im Brüner Gewerbegebiet konnten sich die Radfahrer bei kühlen Getränken und Currywurst stärken.