Unvollständige Datenlage und neue offene Fragen: CDU stellt Entscheidung zur Grundschule Hamminkeln auf den Prüfstand

Fraktionsvorsitzender Johannes Bauhaus

Intensiv haben sich die Gremien der CDU in den vergangenen Tagen mit der Situation der Hamminkelner Grundschule auseinandergesetzt. „Nachdem wir Anfang Oktober zunächst zugestimmt haben, die Variante C (Neubau an der Diersfordter Straße) weiterzuverfolgen, sehen wir inzwischen neue Tatsachen, die berücksichtigt werden sollten“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Bauhaus nach der gestrigen Fraktionssitzung. „Gründlichkeit muss vor Schnelligkeit gehen – und wir haben dieses wichtige und richtige  Prinzip auch im Nachhinein noch einmal beherzigt. Deshalb gilt für uns: Lieber einen vorschnellen Beschluss und die eigene Position auf den Prüfstand stellen, als mit den Konsequenzen einer falschen Entscheidung leben“, sagte Bauhaus. Die Vertreter des Hamminkelner CDU-Ortsverbands hatten sich in den vergangenen Tagen auch nach zahlreichen Gesprächen mit der Bürgerschaft ebenfalls sehr ausführlich mit der Lage befasst.

Roland Schmithuisen

„Wir stellen heute fest, dass die damalige Datenlage unvollständig und daher nicht valide gewesen ist“, sagte der Hamminkelner CDU-Vertreter im Bauausschuss, Roland Schmithuisen. „Auch jetzt gibt es noch viele Detailfragen, die noch nicht geklärt sind.“ Offene Fragen sind aus Sicht der CDU: Wie ist die Bausubstanz am derzeitigen Standort? Welche genauen Möglichkeiten ergeben sich, unter Einbeziehung benachbarter und verfügbarer Grundstücke? Warum sei es für eine Sporthalle schädlich, wenn diese nicht direkt an das Flurstück der Grundschule angrenzt, sich aber dennoch in unmittelbarer Nähe befindet?

Johannes Bauhaus: „Mit dem Neubau an der Diersfordter Straße beschließt der Rat ein bedeutendes und sicherlich das kostenintensivste Projekt der Hamminkelner Ortsgeschichte. Diese Entscheidung kann und darf nicht aufgrund einer unvollständigen Datenlage getroffen werden. Daher ist es angebracht, auch die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen am derzeitigen Standort einer vollständigen Überprüfung zu unterziehen und nach Vorlage aller Daten erneut zu beraten.“ Unbestritten sei aus Sicht der CDU, dass die finanziellen Mittel für das Projekt Grundschule zu Verfügung gestellt werden müssen. Unbestritten sei ebenfalls, dass eine optimale Lösung für unsere Kinder gefunden werden muss. „Genauso unbestritten ist es, dass wir in unserer derzeitigen Haushaltslage mit den Steuern unserer Bürgerinnen und Bürgern nicht leichtfertig umgehen dürfen“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende fest. Eine Festlegung auf eine der aufgezeigten Varianten ist aufgrund nicht valider Datenlage zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös möglich.