Wilhelm Kloppert (CDU): Stadt soll Vorfinanzierung für U-3-Ausbau prüfen

Für einen beschleunigten Ausbau weiterer U-3-Plätze setzt sich die CDU in Hamminkeln ein. Nachdem Kreisdirektor Ralf Berensmeier und Jugendamtsmitarbeiterin Gabriele Klein den Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes Hamminkeln auf der jüngsten Mitgliederversammlung einen Überblick gegeben haben, zeigt sich CDU-Ortsvorsitzender Wilhelm Kloppert zufrieden: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht im Ziel angekommen.“ So sei es höchst erfreulich, dass der Evangelische Kindergarten in Hamminkeln in diesen Tagen die Erweiterung fertiggestellt habe. Das gelte auch für die U-3-Angebote der beiden anderen Kindergärten im Ortsteil, die von privaten Elterninitiativen geführt werden. Am katholischen Kindergarten „Arche Noah“ konnte jedoch noch nicht mit dem Umbau begonnen werden. Grund: fehlende Terminzusagen der überörtlichen Behörden
 
„Vorfinanzierungen haben keine schädliche Wirkung auf die Förderung durch Bund oder Land“, hatten die Experten der Kreisverwaltung indes bei ihrem Vortrag klargestellt. Somit hat Kloppert nun in einem Brief an Bürgermeister Holger Schlierf um Prüfung gebeten, „ob wir als Kommune hier nicht eine Beschleunigung des Ausbaus erreichen können.“ So solle eine Vorfinanzierung am Kindergarten „Archie Noah“ durch die Stadt ermöglicht werden können. Bei diesem Kindergarten liegen die Ausbauplanungen seit einigen Jahren „fertig in der Schublade“, wie Elternvertreter auf der CDU-Versammlung am vergangenen Mittwoch berichtet haben. Provisorisch werden zurzeit drei U-3-Plätze angeboten. Klar sei, dass der Ausbau des katholischen Kindergartens im kommenden Jahr begonnen werden könne. Unklar sei aber noch, zu welchem Zeitpunkt die Fördermittel fließen. „Abhilfe könnte hier durch die Stadt geleistet werden, indem wir in Vorlage gehen“, sagte Kloppert – und bittet den Bürgermeister um Prüfung auch im Hinblick auf die zu erwartende finanzielle Größenordnung. Aus Sicht der Kreisverwaltung würden die Fördergelder in jedem Fall im Jahr 2013 fließen. Somit handelte es sich nur um eine kurzfristige Überbrückung aus städtischen Mitteln.
 
Insgesamt zeigten sich die CDU-Vertreter zufrieden mit dem Stand des U-3-Ausbaus in der Stadt Hamminkeln. So werde die Anzahl der U-3-Plätze nach Angaben der Kreisverwaltung in der Stadt von 25 im Kindergartenjahr 2008/09 auf 154 im Kindergartenjahr 2013/14 ansteigen. Heute bestehen bereits 89 Plätze, was einer Quote von 22,4 Prozent entspricht. Im kommenden Jahr gilt für Eltern ein Rechtsanspruch. Dann wird die Versorgung in der Stadt Hamminkeln voraussichtlich zur landesweit angestrebten Zielmarke von über 30 Prozent erfüllt werden können. „Kinder und Familien haben höchste Priorität, und das ist auch richtig so“, resümierte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Neß: „In den Bemühungen, in unserer Stadt das beste Angebot für unsere Kinder zu schaffen, wollen wir nicht nachlassen.“